Erdgas und seine noch sauberen Alternativen kurz erklärt

Begriffserklärungen alternative fossile Brennstoffe

20-12-2019

Nachhaltigkeit ist ein Thema, an dem mittlerweile keine Branche mehr vorbeikommt. Mehr als jede andere arbeiten die Automobilbranche und die Versorgungsbetreiber daran, den Ausstoß von Schadstoffen zu reduzieren. Neben effizienteren Motoren und weiteren technischen Entwicklungen, spielen vor allen Dingen alternative fossile Brennstoffe eine wichtige Rolle, die wir in diesem Beitrag kurz erklären.

Erdgas

Als Erdgas wird der fossile Brennstoff bezeichnet, der über Millionen von Jahren unter der Erdoberfläche entstanden ist. Während Erdgas vorrangig als Energieträger zum Heizen bekannt ist, wird er auch als Kraftstoff verwendet. Besonders im Transportwesen macht Erdgas Sinn. Es wird zum einen als komprimiertes Gas, auch CNG genannt, angeboten und bietet sich besonders für Pkw und leichte Transporter an. Zum anderen kann es kann auf -162 Grad Celsius gekühlt – dann als LNG bezeichnet – genutzt werden und bleibt auch im Dauerverbrauch stabil. Somit sind bei Lkws und vor allem Transportschiffen längere Reichweiten möglich, denn LNG nimmt nur ein Sechshundertstel so viel Platz in Anspruch, wie im gasförmigen Zustand.

Biogas

Biogas ist in den letzten Jahren zu einer wichtigen Alternative zu Erdgas geworden. Sowohl Erdgas, wie auch Biogas ist chemisch gesehen Methan, jedoch besitzt Biogas, das auch Klärgas oder Deponiegas genannt wird, nicht die gleiche Qualität und kann somit nicht direkt ins Gasversorgungsnetz eingespeist werden, sondern muss zuerst in Biomethan umgewandelt werden (siehe nächste Begriffserklärung). Im Gegensatz zu Erdgas bietet Biogas jedoch den Vorteil, dass es in kürzerer Zeit aus biogenen Abfällen und Reststoffen gewonnen wird und deutlich schonender für das Klima ist.

Biomethan

Um die Qualität und die Nutzbarkeit von klassischem Erdgas zu erreichen, wird Biogas zu Biomethan verarbeitet. Das Rohbiogas wird dabei zunächst gefiltert, um den im Gegensatz zu Erdgas höheren Gehalt an Kohlendioxid und Wasserdampf zu reduzieren. Dabei werden Verunreinigungen wie Schwefelwasserstoff und Ammoniak aus dem Biogas gefiltert, welches dann aufbereitet wird, um den Methangehalt zu erhöhen.
Es kann jetzt für den Antrieb von Fahrzeug- und Maschinenmotoren verwendet und ins normale Gasversorgungsnetz eingespeist werden, sofern die Qualität und der Brennwert ausreichend nah an der von Erdgas liegen. Beim Bezug von Bioerdgas nutzt man also wie bei der Nutzung von Ökostrom einen Energiemix, dessen Anteil an erneuerbarem Gas sich stetig erhöht, je mehr Verbraucher sich für diese erneuerbare Form der Energie entscheiden.

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