Es ist Zeit für saubere Kraftstoffe

Von PITPOINT-CEO Erik Kemink

6-04-2018

wassLetzten Monat hat Juncker Freund und Feind mit seiner überaus positiven „Stand der Union“ Rede über die Zukunft Europas überrascht. Obwohl die genaue Rolle der Europäischen Union noch diskutiert werden muss, hat Juncker eine klare Vision: „Der Wind ist wieder in Europas Segeln“. Junckers Versprechen, dass Europa einer der Spitzenreiter im Kampf gegen den Klimawandel wird, hat bei PitPoint Begeisterung ausgelöst. Wir sind sehr gespannt auf die neuen Vorschläge, die die Kommission zur Realisierung dieses Antrags machen wird.

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Alarmierender Bericht des Europäischen Rechnungshofes

Eine Woche nach den vielversprechenden Worten von Juncker haben im Europäischen Rechnungshof erneut die Alarmglocken geläutet. Dieses Mal handelte es sich um einen neuen Bericht über die Leistung der Europäischen Union im Bereich Energie und Klimawandel. Die Schlussfolgerung ist klar: Effizientere Maßnahmen sind notwendig um den Klimawandel entsprechend aufzuhalten. Vor allem der Energiesektor muss drastisch überarbeitet werden, denn die Erzeugung und Nutzung von Energie ist für 79% aller Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Dies sind ausreichende Gründe für die Europäische Union Maßnahmen zu ergreifen. Die Emissionen aller Verkehrsträger müssen deutlich verringert werden indem die Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe, vor allem Biokraftstoffe und Elektrizität, angeregt wird. Bis 2020 müssen mindestens zehn Prozent aller Energien, die im Verkehrssektor eingesetzt werden, aus erneuerbaren Quellen stammen. Auch die Verwendung anderer alternativer Kraftstoffe mit geringen Emissionen, wie zum Beispiel Wasserstoff, wird gefördert. Die Europäische Union hat darüber hinaus gängige Richtlinien für die Infrastruktur der alternativen Kraftstoffe, wie Lade-und Tankstellen, festgelegt. Zusätzlich müssen nun alle Mitgliedstaaten Richtlinien für Infrastrukturen erstellen.
Solche Empfehlungen sind sehr begrüßenswert und machen uns optimistisch: Wird Europa einen ernsthaften Versuch starten um die Pariser Klimaabkommensziele zu erreichen?

Saubere Kraftstoffe stehlen in Frankfurt die Schau

Zurückzuführen ist dieser Optimismus auf die überraschenden Präsentationen der Automobilhersteller an der Frankfurter Motor Show (IAA 2017) im vergangenen Monat. Dort ergab sich eine klare Botschaft: Es ist Zeit für saubere Kraftstoffe. Mehrere Erdgas (CNG)-Modelle wurden an der IAA 2017 vorgestellt. Einige Hersteller betonten auch, dass durch die Kombination von CNG und erneuerbaren Energien emissionsfreie Fahrzeuge produziert werden können und diese somit eine wichtige Rolle in der Zukunft von sauberen Kraftstoffen spielen werden.

Auch die niederländischen Studenten des Forze Delft Teams waren an der Messe in Frankfurt mit dem Forze VII anwesend. Dieses Wasserstoff-elektrische Rennauto ist der Stolz der TU Delft und auch von PitPoint, da wir als Hauptsponsor dieses innovativen Teams agieren. Durch die finanzielle Unterstützung des Teams und dem regelmäßigen Austausch über Wasserstoff, hoffen wir, dass wir unserem Ziel etwas näher kommen: Eine Gesellschaft in der 100% sauberer Transport zugänglich und bezahlbar ist.

Präsentation des Forze VII auf der IAA 2017 in Frankfurt

In Frankfurt wurde angekündigte, dass der Volkswagen-Konzern in saubere Kraftstoffe investieren will und dafür 70 Milliarden beiseitegelegt hat. Ein verzweifelter Versuch das Image wieder zu verbessern? Kein Zweifel! Mittlerweile sind schon zwei Jahre vergangen seitdem der Dieselgate-Skandal ans Licht kam, aber die Folgen dessen sind immer noch spürbar. Haben die Regierung und Automobilhersteller in Europa nach dieser Angelegenheit nun endlich ihre Lektion gelernt? Das hoffen wir! Was die Regierungen angeht, so sind Junckers Rede und der Bericht des Europäischen Rechnungshofes auf jeden Fall ein guter Anfang. Jetzt müssen wir nur noch abwarten ob das Geld von der Europäische Union wie versprochen eingesetzt wird und entsprechend dafür sorgt, dass die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden und die damit verbundenen Ergebnisse eintreten. Falls dies der Fall sein sollte, wäre das ein weiterer guter Grund für uns alle optimistisch in eine Zukunft mit sauberen Kraftstoffen zu blicken!

Erik Kemink

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