Europa, vergiss Biomethan nicht auf dem Weg zum emissionsfreien Transport

Es gibt kein Allheilmittel beim Übergang zu einem umweltfreundlichen Verkehr

12-07-2018

Den Straßenverkehr durch den Einsatz sauberer Kraftstoffe nachhaltiger zu gestalten, ist eine dringende Notwendigkeit. Er ist für mehr als ein Fünftel der CO2-Emissionen in Europa verantwortlich und die Hauptursache für die Luftverschmutzung in unseren Städten. Wie Maroš Šefčovič, Vizepräsident der Europäischen Kommission, kürzlich in Paris erklärte: „Der Straßenverkehr ist jedes Jahr für Krankheiten und den vorzeitigen Tod von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt verantwortlich. Wir können nicht länger nur daneben stehen und zuschauen.“ Ich stimme Šefčovič in diesem Punkt voll und ganz zu. Unsere Vorstellungen von einem sauberen Transport sind jedoch etwas anders und ich erkläre auch weshalb.

Green Growth Group: Begrenzung der globalen Erwärmung im Jahr 2050 auf 1,5°C

Šefčovič teilte seine Sicht über den Zustand der Nachhaltigkeit in Europa und die Rolle des Verkehrs während der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der European Metropolitan Transport Authorities (EMTA). Er hat sich nicht nur mit der Energiewende in den letzten zwei Jahrzehnten auseinandergesetzt, sondern auch mit dem harten Kampf, den Europa in der heutigen Zeit zu bewältigen hat.

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Glücklicherweise sind Europas Nachhaltigkeitsambitionen genauso groß wie die anstehende Aufgabe. Regierungen, Unternehmen und Bürger – Stimmen, die den Übergang zu nachhaltiger Energie fordern, werden von allen Seiten lauter. Zum Beispiel fordert eine Gruppe von vierzehn EU-Ländern die Europäische Kommission auf, rigoroser gegen den Klimawandel vorzugehen. Diese so genannte „Green Growth Group“ fordert Europa auf, auf der COP 24, der nächsten UN-Klimakonferenz, starke Änderungen am aktuellen Klimaabkommen vorzunehmen. So muss die neue EU-Strategie einen Aktionsplan für das Erreichen der Emissionsfreiheit bis 2050 sowie einen Plan zur Begrenzung der Temperaturerhöhung auf 1,5°C enthalten.

Das Potenzial von Erdgas und Biomethan als alternative Kraftstoffe

Der Kampfgeist der Green Growth Group ist eine Voraussetzung für den Erfolg. Aber meiner Meinung nach bedarf es mehr als Kampfgeist. Der Ausstoß von CO2, NOx und Partikeln muss schneller reduziert werden. Um dies zu erreichen, werden eine breite Palette von Lösungen und Anstrengungen erforderlich sein. Kurz gesagt, wir haben nicht den Luxus, uns auf eine einzige alternative Kraftstoffoption zu konzentrieren und andere zu ignorieren. Doch genau das ist, was zurzeit passiert.

CNG (Compressed Natural Gas) beispielsweise wird oft übersehen. Oder, wie Anton Pelka von SEAT kürzlich erklärte, CNG wird immer noch wie ein vernachlässigtes Stiefkind („stiefmütterlich“) behandelt. Der Grund, warum Pelka vor kurzem angekündigt hat, dass sein Unternehmen stark in CNG-Technologie für den Volkswagen Konzern investieren wird, wird aus einem kürzlich erschienenen Artikel von Global Fleet deutlich. Nicht weniger als zehn Vorteile dieses Kraftstoffs sind in diesem Artikel aufgeführt, darunter niedrigere Emissionen, Kosteneffizienz und Sicherheit.

Biomethan ist zu 100% nachhaltig und erneuerbar

Biomethan ist meiner Meinung nach ein weiterer alternativer Kraftstoff, der in Europa unterbelichtet (und daher nicht ausreichend genutzt) wird.
Dies zeigte sich ebenfalls in der EMTA-Rede von Šefčovič. Er machte deutlich, dass sich seine Zukunftsvision des nachhaltigen Verkehrs in erster Linie auf das elektrische Fahren konzentriert.

Dies ist eine verpasste Chance für Europa, für die Luftqualität in unseren Städten sowie für das globale Klima. Warum? Es gibt bestimmte Transportmärkte, auf denen elektrisches Fahren aus finanziellen oder betrieblichen Gründen noch nicht möglich ist. Für diese Märkte ist Biomethan eine ausgezeichnete Alternative, die vollständig nachhaltig und erneuerbar ist. Es wird aus Biogas hergestellt und durch die Vergärung von organischen Abfällen wie Pflanzen, Abwässern, Tierdung und Grünstreifen an Straßenrändern produziert. Es ist nahezu CO2-neutral und verursacht mehr als 70% weniger CO2-Emissionen als Diesel. Nicht zuletzt kann es mit vorhandenen Erdgasnetzen und -anlagen transportiert, verteilt und verbraucht werden.
Es gibt keinen sauberen Kraftstoff, der als die einzige Lösung gilt.

Es gibt kein Allheilmittel beim Übergang zu einem umweltfreundlichen Verkehr

Zusammenfassend erfordert die Energiewende in Europa mehrere Brennstofflösungen. Es gibt kein Patentrezept, um emissionsfreien Transport zu erreichen. Für jeden Markt und jeden Fahrzeugtyp sieht der Übergang etwas anders aus.

Deshalb bieten wir bei PitPoint die sauberen Kraftstoffe LNG, CNG, Biomethan, Elektrizität und auch Wasserstoff an: alternative Kraftstoffe, die es Unternehmen und Regierungen ermöglichen, den Dieselbetrieb zu stoppen und die durch den Verkehr verursachten Emissionen zu reduzieren. Wir sind offen für den Weg zur Emissionsfreiheit. Hoffen wir, dass die EU das Gleiche tut.

Erik Kemink
CEO PitPoint clean fuels

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One Comment

  • Ich stmme Ihnen voll und ganz zu. Ein weiterer nicht unerheblicher Grund auf Biomethan und, Biowasserstoff zu setzen, dass es einfach ressourcenschonender ist.
    Wir wissen heute schon, dass eine reine batterieelektrische Mobilität schon aus Mangel an Kobalt, Kupfer und am Ende Lithium überhaupt nicht .Nachbar ist. Wenn weltweit die Prognosen der E-Mobolität ohne Rücksicht auf Ressourcen umgesetzt werden würden, wären n ca. 20 Jahren alle heute bekannten Kobalt- und Kupfervorräte vollkommen erschöpft, für alle Formen ihrer Nutzung: diesen Raubbau gilt es zu verhindern, weil wir sonst unseren Planeten nicht nur klimatisch sondern auch ressourcenmässig gegen die Wand fahren, und die Menschheit gleich mit !!

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