PitPoint realisiert neue Wasserstoff-Tankstelle

Die neue Station im Norden der Niederlande versorgt zwei Wasserstoffbusse mit umweltfreudlichem Wasserstoff

15-01-2018

In diesem Monat eröffnet PitPoint eine Wasserstoff-Tankstelle im Chemiepark Delfzijl. Die Station versorgt zwei Qbuzz-Wasserstoffbusse in Groningen und Drenthe mit dem umweltfreundlichem Wasserstoff von AkzoNobel. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, das über einen Zeitraum von fünf Jahren läuft und so zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft im Norden der Niederlande beiträgt. Dieses einmalige Projekt ist aus der Zusammenarbeit von privaten und öffentlichen Partnern entstanden. Letzte Woche erfolgte die erste erfolgreiche Testbefüllung eines Wasserstoffbusses. Zurzeit werden noch die letzten Feinabstimmungen an der Station vorgenommen.

Ab 2030 müssen alle öffentlichen Transportbusse in den Niederlanden emissionsfrei betrieben werden. Daher wurde ein Pilotprojekt im Norden der Niederlande ins Leben gerufen bei dem zwei Wasserstoffbusse des belgischen Herstellers Van Hool eingesetzt werden. Ab Dezember wird Qbuzz diese Busse für den Regionalverkehr in Groningen und Drenthe verwenden.  Um dies zu ermöglichen eröffnet PitPoint eine Wasserstoff-Tankstelle im Chemiepark Delfzijl. PitPoint ist auch für den Betrieb und Wartung dieser neuen Tankstelle verantwortlich. Das Kompressorsystem für die Wasserstoff-Tankstelle wird von Resato International bereitgestellt.

Umweltfreundlicher Wasserstoff

Die PitPoint-Tankstellen und die beiden Qbuzz-Busse verarbeiten umweltfreundlichen Wasserstoff, welcher in den Niederlanden einmalig ist. AkzoNobel produziert unter anderem auch Chlor, von dem Wasserstoff ein Nebenprodukt des Herstellungsprozesses ist. Da das Unternehmen Windkraft für die Produktion nutzt, ist dieses Nebenprodukt wirklich nachhaltig. Groningen Seaports hat eine innovative Wasserstoff-Pipeline zwischen der AkzoNobel-Chloranlage und der Wasserstoff-Tankstelle von PitPoint verlegt.

Saubere Busse

Die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs auf Basis von umweltfreundlichem Wasserstoff ist Teil des Plans des Noordelijke Innovation Board. Die Kommission fördert die Entwicklung einer umweltfreundlichen Wasserstoffwirtschaft im Norden der Niederlande. Außerdem erfüllen die Wasserstoffbusse die Vorgaben und Absichten der Provinzen Groningen und Drenthe für mehr Sauberkeit von Bussen.

Beide Provinzen haben die Absicht erklärt in absehbarer Zukunft auf saubere, CO2-emissionsfreie Busse zu setzen. Nach Angaben der Provinzen eignet sich der Norden ideal für ein Pilotprojekt mit Wasserstoffbussen, weil die Busse in dieser Region lange Strecken zurücklegen und es somit schwierig ist batteriebetriebene Fahrzeuge hier einzusetzen. Das OV-Bureau (Büro für den öffentlichen Nahverkehr) für Groningen und Drenthe plant Zukunft 20 Busse einzusetzen.

Die beteiligten Parteien

Dieses Pilotprojekt wurde dank der Zusammenarbeit zwischen dem OV-Bureau für Groningen und Drenthe, Qbuzz, AkzoNobel, Groningen Seaports, PitPoint, dem Ministerium für Infrastruktur, öffentliche Arbeiten und Wasserwirtschaft und der Provinz Groningen ins Leben gerufen. Dieses Konsortium wurde zum Teil durch die finanzielle Unterstützung der europäischen Public-Private-Partnership, Fuel Cells und Hydrogen Joint Undertaking (FCH-JU), unter der Flagge von High V.LO-City ermöglicht.

Das Projekt in Groningen ist das vierte in Europa in Zusammenarbeit mit High V.LO-City bei dem Wasserstoffbusse von Van Hool zum Einsatz kommen und tritt somit in die Fußstapfen von Aberdeen, Antwerpen und San Remo. Wasserstoffbusse wurden bereits im niederländischen Amsterdam eingesetzt. Auch in Rotterdam und Nordbrabant werden Pilotprojekte mit Wasserstoffbussen durchgeführt.

Europäisches Engagement für H2

Die Europäische Union erachtet Wasserstoff als geeigneten Treibstoff für eine bessere Nachhaltigkeit von Bussen. Die EU stellt in den nächsten Jahren im Rahmen des FCH-JU mehrere zehn Millionen Euro zur Verfügung. Grundsätzlich wird eine finanzielle Unterstützung für die Modernisierung von hundert Wasserstoffbussen in den Niederlanden gewährt, die auf drei Regionen verteilt sind. Mit dieser Förderung werden die nächsten Schritte der kommerziellen Nutzung dieser umweltfreundlichen Busse finanziert.

Dies ist die zweite Wasserstoffstation von PitPoint. Im April 2017 hat PitPoint die erste Wasserstoff-Tankstelle in Antwerpen erworben. Weitere Informationen zu PitPoint und Wasserstoff finden Sie hier.

This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme (FP7/2007-2013) for the Fuel Cells and Hydrogen Joint Technology Initiative under grant agreement n°278192.