Europa, wage dich Stellung zu nehmen wenn es um saubere Kraftstoffe geht

Eine Vorschau von der European Sustainable Energy Week 2018

5-06-2018

Diese Woche findet wieder einmal die European Sustainable Energy Week statt. Das ist ein wichtiges Ereignis für die Zukunft der nachhaltigen Energie und somit auch für saubere Kraftstoffe!

Die Veranstaltung, die von der Europäischen Kommission organisiert wird, umfasst eine Konferenz, die Kennzahlen und Unternehmen aus diesem Sektor zusammenführt. Dazu gehört unter anderem der MdEP Jerzy Buzek, Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE). Buzek und Eckart Würzner sind Botschafter der Konferenz. Würzner ist sowohl Bürgermeister von Heidelberg, Deutschland, als auch Präsident von EUROCITIES.

Zu den strategischen Veranstaltungspartnern gehören unter anderem die Coalition for Energy Savings, COGEN Europe und NGVA Europe. Die Natural & Biogas Vehicle Association, wurde eingeladen um in diesem Jahr eine Debatte über die Integration nachhaltiger Energien im Verkehrssektor und deren Möglichkeiten zu organisieren.

Es wird also eine vielversprechende und inspirierende Veranstaltung!

Welcher sauberer Kraftstoff ist für Ihre Fahrzeugflotte die richtige Wahl? Erfahren Sie es in einem Beratungsgespräch! New call-to-action

Die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen

Auch die Verwendung von Biokraftstoffen wird zweifelsohne ein Diskussionsthema sein – auch wenn dieser Begriff häufig zu Verwirrung führt, denn er deutet darauf hin, dass Biokraftstoffe sauberer und effizienter als fossile Brennstoffe sind. Da dies jedoch nicht immer der Fall ist, hat PitPoint zu diesem Thema ein Whitepaper veröffentlicht. Hier wird gezeigt, dass der Ursprung und Verbrauch von Biokraftstoffen wie Biomethan und hydrobehandeltes Pflanzenöl (HVO) letztlich bestimmt, wie nachhaltig die Verwendung dieser Kraftstoffe wirklich ist. Ich kann dieses Whitepaper nur empfehlen!

CO2-Emissionen von fossilen Brennstoffen nehmen zu und nicht ab

Meiner Meinung nach könnte das Timing dieser Konferenz über die Zukunft der nachhaltigen Energie nicht besser sein. Am Anfang des Monats hat Eurostat gezeigt, dass die CO2-Emissionen der fossilen Brennstoffe in der Europäischen Union nicht zurückgegangen sind, sondern tatsächlich zugenommen haben. Im vergangenen Jahr waren die CO2-Emissionen um 1,7% höher als im Vorjahr. Leider ist der Verkehrssektor nach wie vor ein wichtiger Verbraucher von fossilen Brennstoffen, obwohl die nachhaltigen Alternativen leicht verfügbar sind.

Brüssel: Erhöhung der CO2-Reduktion für schwere Nutzfahrzeuge auf 24%

Im vergangenen Monat schickten mehrere große Unternehmen ein gemeinsames Schreiben an die Europäische Kommission mit einem überraschenden Antrag. Unilever, Heineken, IKEA, Nestlé, Carrefour und andere forderten Juncker, den Vorsitzenden der Europäischen Kommission, auf die von Brüssel festgelegten Anforderungen für die CO2-Reduktion von Schwerlastfahrzeugen bis 2025 von 15% auf 24% zu erhöhen. Vor allem aber wollten sie sicherstellen, dass diese Verordnungen tatsächlich eingehalten werden. Laut dieser Unternehmen kann Europa nur so den Klimawandel weiterhin bekämpfen.

Wie ich damals auf Twitter bekannt gegeben habe, stimme ich dem Appell dieser Unternehmen voll und ganz zu. Ich finde es unglaublich, dass die Europäische Kommission ihnen nicht zuhört und sich stattdessen nur an die 15% hält. Nun stelle ich mir die Frage: Warum?

Sowohl die Technologie als auch die Versorgung mit sauberen Brennsoffen ist bereits vorhanden. Wir legen viel Wert darauf, dass unser europäisches Tankstellennetz für saubere Kraftstoffe stetig wächst. In den kommenden Monaten baut PitPoint alleine in Belgien sechs neue CNG-Stationen. Die innovative und mobile Wasserstoff-Tankstelle, die PitPoint für WaterstofNet gebaut hat und sich für Demonstrationen und Tests in den Benelux-Ländern eignet, wurde in dieser Woche zum ersten Mal vorgestellt. Und es wird noch mehr geben.

Europa sollte sich den weltweiten Führern des CLEAN FUEL PACKS anschließen

In dem Brief an Juncker wurde zu Recht festgestellt, dass die Vereinigten Staaten, Kanada, Japan und China bereits Kraftstoffeffizienz-Richtlinien für LKWs und andere schwere Nutzfahrzeuge eingeführt haben. Meiner Meinung nach sollte Europa das Gleiche tun. Entscheidend ist jedoch auch, dass die Versorgung der emissionsfreien Fahrzeugen mit der wachsenden Nachfrage in Einklang steht. Noch wichtiger ist aber, dass die EU endlich Stellung nimmt und genügend Ehrgeiz zeigt, indem sie zum Beispiel nach höheren CO2-Reduktionen für schwere Fahrzeuge bis 2025 streben.

Was haben wir zu verlieren?

Erik Kemink

New call-to-action

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.