Elektromobilität

Das sollten Flottenmanager wissen

Elektromobilität ist in aller Munde. Klimawandel und Schüler Proteste haben Politik und Gesellschaft auf die Veränderung aufmerksam gemacht. Auch Flottenmanager und Fuhrparkbetreiber machen sich Gedanken über Diesel-Alternativen. Von den möglichen Alternativen sind vor allem Erdgas und Elektro für die Praxis relevant.
Dieser Beitrag beantwortet Fragen zur Elektromobilität für Unternehmen und untersucht, in welchen Bereichen Elektroantriebe eingesetzt werden können.

  1. Für wen eignet sich das Fahren mit Strom?
  2. Welche Vorteile hat das Fahren mit Strom?
  3. Wie steht es um die Verfügbarkeit von Elektro-Ladestationen?
  4. Wer unterstützt mich bei der Umstellung meines Fuhrparks auf Elektro?

Für wen eignet sich das Fahren mit Strom?

Viele Briefträger kommen heute bereits mit dem Elektroauto. Denn der Innenstadtverkehr mit kurzen Strecken und häufigen Stopps ist für Elektrofahrzeuge das ideale Einsatzgebiet. Auch in Nahverkehrs-Bussen, Baumaschinen und Fahrzeugen für die Abfallentsorgung laufen Elektro-Motoren.

Die Einschränkungen der Elektro-Antriebe sind dafür der bestimmende Faktor: Nutzfahrzeuge mit Elektro-Antrieb haben eine relativ geringe Reichweite von 100 und 150 Kilometern. Damit sind sie für den Stadtverkehr prädestiniert. Zum Vergleich: Die andere Diesel-Alternative CNG (komprimiertes Erdgas) bringt es durchschnittlich auf 300 bis 400 Kilometer Reichweite.

Wenn Sie häufig viele Lieferpunkte in Innenstädten anfahren, können Transporter mit Elektroantrieb für Sie eine Option sein. Besonders eignen sich Elektrofahrzeuge für folgende Einsatzbereiche:

Sie haben einen Handwerksbetrieb im städtischen Umfeld. Elektrotransporter gibt es inzwischen in fast allen Größenklassen, vom Kleintransporter bis zum 3,5-Tonner-Kastenwagen.

Sie sind Fuhrparkbetreiber und brauchen Lieferfahrzeuge für die „letzte Meile“. Angenommen, Ihre Anforderungen bestehen aus einem Mix von Lang-, Mittel- und Kurzstrecke. Sie könnten beispielsweise mit einem CNG-Transporter Waren in Ihr Lager befördern und dann mit Elektrotransportern zum Endkunden liefern.

Elektrotransporter eignen sich auch für Logistikbetriebe, die wie DHL viele einzelne Pakete in Innenstädten ausliefern.

Alle Arten von Lieferdiensten – von der Gastronomie bis hin zu Apotheken – können Elektrofahrzeuge nutzen.

Städte nutzen immer mehr Elektrobusse für den öffentlichen Personennahverkehr. Innerstädtische Personentransporte sind also ein weiteres Feld, in dem Elektrofahrzeuge Stärken haben.

Ist der Akku leer, muss das Elektroauto Strom tanken. Das kann dauern: von zwei Stunden an einer Schnell-Ladestation bis zu acht Stunden an einer normalen Ladesäule. Dies müssen Sie bei Ihrer Tourenplanung berücksichtigen.

Welche Vorteile hat das Fahren mit Strom?

Wer hat sich nicht schon einmal gewundert, wenn ein Elektroauto geräuschlos an ihm vorbeizog. Diese Fahrzeuge eignen sich wunderbar für Nachtanlieferungen und das Fahren in Lärmschutzzonen.

Natürlich können auch Dieselfahrverbote den Fahrern von Elektroautos nichts anhaben. Im Betrieb sind Elektro-Fahrzeuge, die mit Ökostrom aufgeladen wurden, zu hundert Prozent emissionsfrei. Das ist ein Segen im Stadtverkehr, da die Innenstädte bekanntlich besonders stark von Abgasen belastet sind.

Elektromotoren haben im Stop-and-Go-Verkehr einen weiteren Vorteil: Beim Ampelstart beschleunigen sie aus dem Stand wie ein Motorrad. Bei sehr vielen Stopps – etwa bei Paketanlieferungen – spart dieses Verhalten Zeit und steigert die Produktivität.

Elektromotoren sind praktisch wartungsfrei. Kosten für Verschleißteile, Flüssigkeiten, Filter usw. fallen nicht an.

Wie steht es um die Verfügbarkeit von Elektro-Ladestationen?

9.145 Ladestationen verzeichnet die Bundesnetzagentur in Deutschland Anfang Juni 2019. Darunter sind 1.124 Schnellladeeinrichtungen. Und es werden ständig mehr. Auf der Website der Agentur können Sie eine Ladesäulenkarte aufrufen und ein Excel-Register der Ladepunkte herunterladen. Das ist praktisch, weil Sie darin nach Adressen, Postleitzahlen, Steckertypen, Schnelladestationen und GPS-Koordinaten filtern können. Auch die Kilowattleistung wird angezeigt.

Europaweit stellt derzeit ein Firmenkonsortium 12.000 weitere Ladepunkte zur Verfügung. Man kann also festhalten: Die Versorgung mit Ladestationen ist bereits gut und wächst ständig weiter. Der Ausbau wird im Einklang mit den Klimazielen vorangetrieben. In ganz Europa liegt Elektromobilität im Trend.

Der einzelne Ladevorgang dauert zwar immer noch seine Zeit, aber die Batteriehersteller optimieren laufend ihre Produkte. Außerdem haben viele Elektrofahrzeuge noch ein paar Liter Benzin im Tank, um im Notfall per Hilfsmotor die nächste Ladestelle ansteuern zu können.

Wenn Sie als Fuhrparkbetreiber im Rahmen Ihrer Green Logistics-Initiative einen Mix von Elektrofahrzeugen für die Stadt und CNG-LKW für mittlere Strecken anstreben, sind Sie auf der sicheren Seite. Wie an anderer Stelle berichtet, verfügt Deutschland derzeit über rund 900 CNG-Tankstellen; auch hier wird kräftig ausgebaut.

Wenn Sie einen großen Fuhrpark haben, eventuell gar Ihre eigene Lieferlogistik betreiben, dann kann es auch eine Überlegung wert sein, eigene Ladepunkte auf Ihrem Firmengelände zu betreiben.

Wer unterstützt mich bei der Umstellung meines Fuhrparks auf Elektro?

PitPoint plant, erstellt und betreibt öffentliche und private Tankstellen für LNG (Liquid Natural Gas, Flüssigerdgas), CNG (Compressed Natural Gas, komprimiertes Erdgas), Biomethan, Wasserstoff und Elektro-Ladepunkte.

Das bedeutet, dass PitPoint Sie bei der Umstellung auf klimafreundliche Kraftstoffe beraten und unterstützen kann.

Bund und Länder fördern die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und die Einrichtung von Ladesäulen. Kürzlich hat z. B. das Land NRW die Förderung verdoppelt:

Zusätzlich zum Bundes-Umweltbonus von 4.000 Euro legt das Land für die Anschaffung von Elektro-Lastwagen von 2,3 bis 7,5 t noch einmal 8.000 Euro drauf und für Elektroautos 4.000 Euro.

Umsetzungsberatungen werden mit bis zu 50 Prozent bezuschusst; die Einrichtung einer Firmen-Stromtankstelle (inklusive der Umrüstung von Mitarbeiterparkplätzen) gleichfalls mit 50 Prozent.

Beratung zu den Förderungen gibt es bei Elektromobilität NRW.

Andere Bundesländer haben natürlich ähnliche Förderprogramme.

Übrigens: Wer seinen Elektro-Dienstwagen privat nutzt, hat seit 01.01.2019 steuerliche Vorteile. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor muss er 1 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuern, bei Elektro- und Hybridfahrzeugen nur die Hälfte: 0,5 Prozent.

New call-to-action